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Evangelische Kirchengemeinde Hirzenhain


Die Bonifatius-Route in unserem Gebiet
Die Bonifatius-Route geht von Eckartsborn über Lißberg und Hirzenhain, Glashütten, Steinberg durch unser Gebiet
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Seit einigen Jahren besteht eine Arbeitsgruppe von Kulturbeauftragten, interessierten Privatpersonen und Vertretern von kirchlichen und politischen Gemeinden an der Strecke, die sich abwechselnd im Pfarrhaus zu Lißberg und im Kreishaus Friedberg zur Entwicklung der Bonifatiusroute zwischen Mainz und Fulda treffen. Dies anlässlich des 1250jährigen Gedenkens der sogenannten "Heimführung" des in Friesland auf seiner letzten Missionsreise mit vielen Begleitern erschlagenen Winifred Bonifatius, der den Beinamen "Missionar der Deutschen" erhielt.
Die Zielsetzungen dieses 2003 gegründeten Vereins, dienen der dauerhaften Einrichtung und Pflege der Bonifatiusroute, einer kulturhistorischen Wander- und Pilgerstrecke, die am 10. Juli 2004 eröffnete.



Der Verein Bonifatius-Route beschränkt sich nicht auf die Perspektive der katholischen Gläubigen sondert würdigt mit den Möglichkeiten der Historiker, der Museums- und Kulturwissenschaften und der Künste diese Gestalt, die wie kaum eine andere grundlegende Weichenstellungen für die politische und spirituelle Entwicklung des Frankenreiches und der davon berührten europäischen Gebiete prägte.

Dies wirkt sich bis in die Gegenwart aus und ist angesichts der verschiedenen Lesarten und Folgen durchaus ein fortwährender Quell des Lernens und der Kontroversen.
Die Routenführung ist ein kreativer Kompromiss zwischen den Erkenntnissen der gegenwärtigen Forschungen und den unter heutigen realen Bedingungen begehbaren Wege, die sich über weite Abschnitte mit den historischen Wegenetzen decken. Außerdem verweist die Route auch auf spirituelle Zentren und lokale Besonderheiten in einem Korridor entlang der Route. So werden neben der Streckenbeschilderung (s.o. Logo) an gewissen Punkten große Infotafeln, z.B. auch in Hirzenhain, auf die lokalen Gegebenheiten und Möglichkeiten verweisen.


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In unserem Nahbereich verläuft die Route, zwischen dem 15.-20. Juli 2004 erstmals begangen, auf einer mehr oder weniger gerade verlaufenden Linie zwischen Kloster Engelthal bei Altenstadt bis nach Sichenhausen.

Vorbei an Glauberg, Kloster Konradsdorf, Eckartsborn-Oberdorf, an der Ausgrabung der an der historischen Route liegenden Schafskirche bei Lißberg, durch Lißberg im Wald oberhalb der Landstraße im Niddertal nach Hirzenhain, wo es Hinweise auf die ehemalige Augustiner Chorherren Kirche, an die Gedenkstätte der Massenerschießungen bei Hirzenhain im März 1945, die Weidenkirche in Steinberg, und ferner an die ehemalige Johanitterkapelle in Unter-Lais gibt.

Dann im Niddern-Tal, vorbei an Glashütten, Steinberg, Gedern auf die Kapellenreste der sogen. "Stumpe Kirche" zu und von dort über das Burkhardser Kreuz, wo die Route nach Burkhards, Kaulstoß und Sichenhausen die uralte Strecke entlang der Hochwaldgegend zwischen Sichenhausen, dem Rehberg, und dem sogen. Mönchsborn jenseits der Wasserscheide in die höherliegenden Gebiete auf Fulda zu verläuft.

Anfragen, Koordinationen können an das evangelische Pfarrhaus Lißberg, Pfr. Kurt Racky Tel: 06046/467 oder hier an Dekan Pfr. Manfred Patzelt, der zugleich auch Streckenbeauftragter des Vereins für den Bereich Hirzenhain ist, an das hiesige Gemeindebüro gerichtet werden.

jstp.04


Ein Jahr Bonifatius-Route von Mainz nach Fulda

Trägerverein zieht positive Bilanz
(Nidda/brv) - Seit Sommer 2004 besteht ein neuer Wander- und Pilgerweg, die Bonifatius-Route. Sie folgt den Spuren des Trauer-zuges, der im Jahr 754 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung den Leichnam des Missionars und Kirchenreformers Bonifatius von Mainz zu seiner letzten Ruhestätte nach Fulda brachte. Nach dem Vorbild klassischer Pilgerwege lassen sich auf der 172 km langen Strecke Unterwegssein und Innehalten, Wandern und Naturerlebnis mit den Zeugnissen einer in Jahrhunderten gewachse-nen Kulturlandschaft verbinden.

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Das Kloster Konradsdorf liegt auf der viel besuchten Bonifatiusroute.

Zum einjährigen Bestehen der Route zieht der Verein eine durch-weg positive Bilanz. Inzwischen waren und sind viele Wanderer und Pilger in Gruppen oder allein unterwegs. Die Menschen auf der Strecke kommen oft von weit her angereist. Häufig wird die gesamte Strecke von Mainz bis Fulda erwandert.

Zahlreiche Briefe aus nah und fern erreichten den Verein, versehen mit viel Lob und einigen sinnvollen Verbesserungsvorschlägen. Besonders hervorgehoben werden die Vielfalt der Landschaften und die Gastfreundschaft der Anwohner. Mancher Wanderer musste über Nacht schon bei Privatleuten untergebracht werden, weil es in einigen Orten an Unterkünften mangelt. Umso erfreulicher ist es, dass schon einige Anrainer private Fremdenzimmer eingerichtet haben.

Die Internetseite wurde neu gestaltet und den Anforderungen der Wanderer und Pilger angepasst. Dazu gibt es nun auch Einführungstexte in Englisch, Französisch und Niederländisch.

Zur Eröffnung waren von den Wandervereinen über 4000 kleine Schilder zur Wegmarkierung angebracht worden. Hinweise von Wanderern führten dazu, dass die Wegmarkierung in Kürze noch mehr verdichtet wird. Demnächst werden auch neue Hinweisschilder den Weg von den Bahnhöfen zur Route weisen. Auch die großen Informationstafeln stehen jetzt alle an ihrem Platz. Hier ist man besonders dem Land Hessen für seine finanzielle Unterstützung dankbar. Alleine hätten der Verein und die Anrainerkommunen dies nicht schultern können. An vielen Kirchen wurden inzwischen auch Schilder angebracht mit dem Hinweis, wo man den Schlüssel zur Besichtigung und Andacht erhalten kann.

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Das abwechslungsreiche Jahresprogramm des Vereins sowie die Veranstaltungen der Mitglieder an der Route werden von Wanderern, Vereinsmitgliedern und Anwohnern sehr gut angenommen. Für nächstes Jahr hat sich der Verein wieder eine Mehrtagestour vorgenommen.

Insgesamt haben sich Mühe und Arbeit gelohnt, die im vergange-nen Jahr mit der Eröffnung der Bonifatius-Route verbunden wa-ren. Die Bonifatius-Route wird gut angenommen, so dass der Trägerverein zufrieden in die Zukunft blicken kann.

Infos unter www.bonifatius-route.de

(Die Rechte für Fotos und Texte der Internetseite liegen bei Bonifatius-Route e.V.)

27.09.2005